Golda Fröhling berichtet von ihrem Sprachkurs in Strasbourg
Dank meiner Schule und der Bagemihl-Stiftung hatte ich die Möglichkeit, zwei Wochen lang an einem Sprachkurs in Strasbourg teilzunehmen. Gewohnt habe ich bei einem französischen Ehepaar, das mich sehr gastfreundlich bei sich aufnahm. Täglich hatte wir an der CCI (Ciel Centre International) von 9 Uhr bis 12 Uhr Unterricht, inklusive einer kleinen Pause. Die Kurse wurden kreativ gestaltet durch abwechslungsreiche Übungen. Außer mir waren nur noch zwei weitere Schüler da, und teilweise waren wir auch nur zu zweit, was den Kurs sehr intensiv machte. Nach dem Mittagessen in der Mensa des Campus bot die CCI oft auch ein kleines Programm an. Zum Beispiel besuchte ich gemeinsam mit einer kleinen Gruppe das historische Museum in Strasbourg, wo wir eine Tour auf Französisch bekamen, was sehr interessant war. Ein anderes Mal konnte man an einer Stadttour, ebenfalls auf Französisch, teilnehmen, wodurch man den Hintergrund einzelner Gebäude oder Straßen von Strasbourg kennenlernte. Ansonsten bot die CCI auch Nachmittagskurse an, um z.B. das Schreiben oder Sprechen auf Französisch intensiver zu üben. Man hatte insgesamt sehr viel Freizeit, die ich dafür nutzte, die wunderschöne Stadt zu entdecken. Ich lernte einige Parks und Cafés kennen, die kleinen Gassen und Geschäfte. Zusätzlich besuchte ich auch privat Ausstellungen, z.B. die Van Gogh-Ausstellung. Abends kochte meine Gastmutter immer reichlich, wofür ich sehr dankbar bin. Manchmal haben wir auch zusammen gekocht und gebacken. Ich habe viele französische Speisen und andere Gerichte ausprobieren dürfen. Vom 31. Oktober bis zum 1. November feierten meine Gasteltern Schabbat. Das war ein interessantes Ereignis, da ich zuvor noch nie bei diesem Fest dabei gewesen war. Generell war die Erfahrung bei einer fremden Familie zu leben, in einer fremden Stadt mit einer Sprache, die man nicht fließend spricht anfangs etwas herausfordernd, doch die Menschen dort, auch an der Schule, waren alle sehr freundlich und ich habe viel dadurch lernen können. Besonders bereichernd war es, mit meinen Mitschülern aus anderes Ländern in Kontakt zu kommen. Mit meinen Gasteltern schaute ich jeden Abend die Nachrichten und da sie ausschließlich nur französisch sprechen konnten, wurde es deswegen – und natürlich auch wegen der Kurse – mit der Zeit immer einfacher, die Sprache zu verstehen. Die gesamten Reisekosten übernahm die Bagemihl-Stiftung. Zusätzlich bekam ich von ihr noch ein Taschengeld. Ich bin der Bagemihl-Stiftung dafür sehr dankbar und bin froh, die Reise gemacht zu haben und viel lernen zu können.