„Die Prenzlauer Stadtmauer mit ihren Wiekhäusern, Türmen und Toren war mehr als eine mittelalterliche Wehranlage“

 von Philip Süssig (Klasse 8, Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasium, Prenzlau, Tutor: Jürgen Theil)

Die Errichtung der etwa zweieinhalb Kilometer langen und acht Meter hohen Stadtmauer von Prenzlau zog sich über mehrere Jahrzehnte. Unter welchen Bedingungen die Mauer im 13. Jahrhundert gebaut wurde und welche Funktion sie erfüllen sollte, beleuchtet Philip Süssig in einem Forschungsbericht. Der Achtklässler kommt einerseits zu dem Schluss, dass die Stadtmauer mehr als nur eine Verteidigungsanlage war. Insbesondere reiche Kaufleute setzten sich für den Bau der Mauer ein, weil sie so ihre Macht innerhalb der Stadt festigen wollten. Andererseits zeigt sich der Schüler beeindruckt, dass die etwa 4.000 Stadtbewohner:innen trotz der widrigen Umstände eine Vielzahl an Bauwerken gleichzeitig errichteten. So entstanden zeitgleich zur Mauer auch noch Wohnhäuser, Kirchen und das Rathaus. Anhand zahlreicher Zeichnungen, Karten und Kupferstiche stellt der Teilnehmer anschaulich dar, wie sich die Stadtmauer seit ihrer Errichtung verändert hat und welche Überreste davon heute noch sichtbar sind.